Die IGH

 

Die Interessengemeinschaft Herschbroich ist sowohl Teil des Heimat Vereins

als auch zuständig für die Feste in Herschbroich.

Zu diesen gehören das Maifest und der jährliche Hell.schbroich.

Der Hell.schbroich entstand aus der traditionellen Kirmes, die zwar immer noch weitergefeiert

aber durch einen Metallbandcontest ergänzt wird.

 

 

 

 

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Der neue Regent über den JGV

und die ganze Gemeinde

ist für ein Jahr

bis zur nächsten Kirmes

  

Hahnenkönig



Der Junggesellenverein

 

Der Junggesellenverein ist einer der ältesten Traditionsvereine in Herschbroich. Deshalb ist es unmöglich über ihn zu berichten, ohne im Vorfeld ein paar Worte zu seiner Geschichte  zu erwähnen. Denn viele der heutigen Traditionen gehen auf die Gründungszeit zurück.

 

Das genaue Jahr seiner Entstehung ist leider nicht bekannt, aber schon in der alten Dorfchronik, berichtet der Lehrer Schöneberg im Jahre 1894 bereits vom Junggesellenverein.

 

Er schreibt:

 

“Heiratet ein Paar, so wird ihm am Abend nach der Anmeldung beim

Standesamt  die „Hillich “ geschliffen – und damit aus dem Gelag des

Jungvolkes verstoßen. ..........“

Die Junggesellen ziehen mit einer Karre und alten Sensen an das Haus

der Braut und fangen dort an fürchterlich zu weinen und zu schleifen.

Die Karre wird umgedreht, das Rad gedreht und die Sense mit der „ Schärfe“

raufgehalten. Was ein schreckliches Kreischen hervorbringt. Unterbrochen wird es von  den Rufen: „ Das beste Mädchen von der ganzen Herde geht fort“

dann folgt wieder herzzerreißendes Weinen und schließlich folgt das

 

                      Hillich-Lied :

 

                      Schönste aller Schönen was hör ich von dir?

                      Ich hör du willst dich heiraten du schönes junges Blut

                      So wirst du erfahren – wie es heiraten tut

                      Dann bekommst du kleine Kinder

                      Dann hast du viel Not

                      Sie rufen zum Vater : Wir haben kein Brot

 

Ist das Lied gesungen – so gehen die Burschen mit dem Oberhaupt dem „Scholtes“ an der Spitze in das Haus. .................................. Er überreicht den „Hillich-Stock“ ( das krummste Holz dass man finden konnte mit einem Ginsterbusch und bunten Bändern geschmückt)

Den Maternusstab – nach dem Schutzpatron der Kirche benannt.

 

Dann gibt es noch eine Ansprache vom Scholtes :

 

Hier kommen die Herschbroicher Junggesllen alle zusammen
- mit dem Maternusstab -                     
Wir haben vernommen, dass sie sind in unseren Garten eingedrungen
und haben und das beste Röslein herausgenommen.
Nicht nur das beste Röselein  sondern auch die schönste Jungfer fein.

Wir haben sie bewahrt vor Feuer und Brand
dafür müssen sie zahlen 2 Taler akkurat-
und soviel Kuchen und Braten – als der Tisch tut tragen –
und soviel Bier und Branntewein – bis dass wir alle besoffen sein !

Die restlichen Burschen antworten mit :  AMEN - AMEN  - AMEN

 

 

Ursprünglich waren im Junggesellenverein nur „jung Männer“ zugelassen  - das hat sich in Herschbroich Mitte der 1990`ger Jahre geändert. Seither dürfen auch „ junge Damen“ ab dem 16 Lebensjahr Mitglied werden.

 

Das ist eine Entwicklung die es nur in der Eifel gibt.   

 

Heute sind die Aktivitäten des Junggesellenvereins nicht mehr nur auf  „Hillich schleifen“ und Maibaumstellen beschränkt. Vielmehr haben es sich die Junggesellinnen- und Gesellen auf ihre Fahne geschrieben tätig an der Brauchtumspflege – hier sei besonders die Erhaltung der Kirmestradition und die Ermittlung des Hahnen-Königs durch das unblutige Hahnenköpfen ( allen Kritikern sei an dieser Stelle zur Beruhigung gesagt: Es handelt sich seit einigen Jahren nicht mehr um einen echten toten Hahn sondern um ein Gummitier) erwähnt.

 

Auch das ist  eine jahrzehnte alte Tradition, die nur noch in wenigen Orten am Leben gehalten wird und bei der es bei weitem nicht so brutal zugeht es sich anhört.

 

Neben diesen „üblichen“ Tätigkeiten fühlen sich die Mitglieder des Vereins auch dann zur Teilnahme berufen, wenn es um ehrenamtliche Hilfe fürs Dorf geht. So hat z.B. beim „Dreck Weg Tag 2008 “ eine 7 köpfige Abordnung kräftig mit angepackt und einige Kubikmeter Müll aus Wald und Flur gesammelt. 
 

 



 
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